Zeichen nach außen: Das Logo der AGAHP

Das Logo der AGAHP wurde in den Jahren 2005 bis 2008 während der Jahreshauptversammlungen am Goetheanum und bei den damals neu eingeführten Frühjahrstagungen entwickelt in einem von vielen sich beteiligenden Mitgliedern getragenen Prozeß. Aus dem immer wieder neuen Eintauchen in die Wirkung und Bedeutung von Symbolen, eingereichten Entwürfen und der Besinnung auf unser ureigenstes Anliegen als Anthroposophische Heilpraktiker hat sich schließlich die jetzige Form konkretisiert:

In dieser Arbeit des Entwerfens, Besinnens und Verdichtens kam uns bewusstseinsbildend zugute, dass wir zeitgleich mit der Ausarbeitung unseres Leitbildes begonnen hatten.

 

Die Kernaussagen unseres Logos sind:

 

Für jeden ist auf Anhieb erkennbar:

  • Das Ursymbol der Heilkunde: die Schlange, die sich um den Stab herumwindet. 
    Unser Stab, an dem sich die Schlange windet ist nicht senkrecht in die Höhe gerichtet, sondern weist nach vorne und nach oben: Es geht uns als Anthroposophischen Heilpraktikern eben nicht um den möglichst kürzesten Aufstieg in die geistige Welt, sondern zugleich um den damit verbundenen irdischen Fortschritt.
  • Bei aufmerksamem Hinschauen kann die Frage entstehen: 
    Die Schlange ist von drei markanten Punkten gekrönt, was bedeutet das? Die Dreigliederung des Seins auf allen Ebenen wird in unserem Leitbild als wesentlich gerade für die auf freien individuellen Entscheidungen aufbauende Tätigkeit des Heilpraktikers dargestellt: Heilung im Sinne unseres Leitbildes umfaßt den Menschen nach Leib, Seele und Geist (d.h. auch in seinem unsterblichen Wesenskern) und muß deswegen notwendig als Heilauftrag auch im Sozialen Organismus verstanden werden. (vgl. Leitbild).
  • Wenn man sich dann noch ein paar Gedanken macht, zählt man vier Windungen des Schlangenleibes:
    Viermal ändert die Schlange ihre Richtung auf dem Weg nach oben; dabei wendet sie sich nach jedem Fortschritt zunächst wieder zurück, bevor sie die nächste Stufe nimmt: Einerseits wird hier als Geste die immer wieder notwendige Besinnung auf die eigene Vergangenheit und das bewusste Hinschauen auf den gegangenen Weg sichtbar, andererseits kann in dem Stufenweg der Schlange auch die in bisher vier Stufen erfolgte Menschheitsentwicklung mit ihrem Wesensgliedern gesehen werden: Physischer Leib (Alter Saturn) – Ätherleib (Alte Sonne) – Astralleib (Alter Mond) – bis zum ICH auf der heutigen Erde.

 


Die Verbandsfarben: Der Regenbogen

Traditionell hat sich der Regenbogen als farblicher Hintergrund für öffentliche Darstellungen der AGAHP etabliert. Er steht als Realsymbol für die Erlösung des Gegensatzes von Licht und Finsternis, von Gut und Böse, wie sie auch in dem manichäischen Grundsatz zum Ausdruck kommt. „Lieb das Böse gut!“ Grade im erstmaligen Wirksamwerden aller drei Widersachermächte in der heutigen Zeit, durch die das menschliche ICH wie noch nie in der Vergangenheit bedroht wird, erscheint uns dieser Bezug wegweisend.


In der Bibel wird der Regenbogen an zwei Stellen erwähnt: Im Alten Testament als Zeichen das Gott an den Himmel setzt, durch welches Noah und seinen Nachkommen der Weiterbestand der Erde und der Menschheit zugesagt wird und ein zweites Mal in der Apokalypse, in der dieses Symbol als Zeichen für das Versprechen Gottes an die Menschheit den Thron Gottes umgibt.

 

Der Regenbogen symbolisiert somit den Erlösungsweg der Menschheit im Gesamtzusammenhang mit der Erdentwicklung gemäß dem apokalyptischen Christuswort:

„Himmel und Erde werden vergehen, mein Wort aber wird nicht vergehen!“ Auf dem Hintergrund dieser Zusage arbeiten wir als anthroposophische Heilpraktiker und möchten immer mehr in der Welt sichtbar werden.

Auszug aus dem AGAHP-Handbuch